14 September 2015

6 Tipps zur Studienwahl

Aus aktuellem Anlass (Semesterstart steht kurz bevor) dachte ich mir, dass ich einen Post über Tipps zu Studienwahl veröffentlichen könnte, da das Thema bestimmt einige von euch beschäftigt. Ich selbst hätte diese Tipps wirklich gut gebrauchen können, da ich bei der Wahl selbst einige Fehler gemacht habe.
Macht es besser, ihr Lieben!


1. Was interessiert euch? Was macht euch Spaß?
Diese Fragen sind die ersten, die ihr euch stellen solltet. Darauf sollte eure Studienwahl basieren, denn was bringt euch ein renommierter Studiengang, wenn ihr euch zu Tode langweilt. Ihr müsst Spaß an eurem Studium haben, mit Freude dabei sein. Dann lernt es sich auch gleich viel leichter. Also was sind eure Lieblingsfächer? Was sind eure Hobbys? Wofür könnt ihr euch begeistern? Macht euch Gedanken darüber und überlegt, wie ihr das in einem Studium unterbringen könntet. Überlegt außerdem, ob euch der spätere Berufsalltag Spaß machen würde. Ein Studium kann noch so interessant sein, wenn die Arbeit danach stinklangweilig ist.

2. Macht Praktika! Sammelt Praxiserfahrung!
Wenn ihr euch mal für eine Richtung entschieden habt, solltet ihr unbedingt Praktika in diesem Bereich machen. Verschafft euch einen Einblick in euren Wunschberuf, schnuppert hinter die Kulissen. Nur so findet ihr heraus, ob dieser Job für euch geeignet wäre. Mal ganz abgesehen davon, dass ich Praxiserfahrung immer gut im Lebenslauf macht und ihr schon mit einem gewissen Vorwissen in euer Studium geht. Häufig ist zudem sogar ein Vorpraktikum von der Uni/Hochschule gefordert.

3. Checkt den Arbeitsmarkt!
Ihr solltet immer antizyklisch studieren. Sprich: wählt einen Studiengang aus, der nicht vollkommen überlaufen ist. Am besten recherchiert ihr die Studentenzahlen der einzelnen Studiengänge und vergleicht. Werft auch einen Blick auf den aktuellen Arbeitsmarkt. Werden überhaupt Jobs in diesem Bereich angeboten? Kannst du dir sicher sein, später einen Job zu finden? Denn was bringt dir beispielsweise ein Kunstgeschichte-Studium, wenn du später nichts damit anfangen kannst. Der ganze Aufwand umsonst. Macht euch außerdem Gedanken darüber, ob es euch etwas ausmacht, von zu Hause wegziehen zu müssen. Manche Branchen sind eben nur auf bestimmte Regionen begrenzt. Wenn euch das nichts ausmacht, dann nur zur. Seid ihr aber sehr heimatverbunden, dann solltet ihr euch besser zwei mal überlegen, ob ihr von eurem Studium zum Wegziehen gezwungen werden wollt.

4. Holt andere Meinungen ein!
Sprecht mir euren Eltern, Geschwistern, Freunden, Lehrern. Was denken Sie von eurem Studienwunsch? Halten sie euch dafür geeignet? Oft können Außenstehende das noch besser einschätzen als man selbst. Meine Mutter hat mir z.B. von Vornherein gesagt, dass ich eine absolut schreckliche Lehrerin abgeben würde (ich sag nur null Geduld!). Nicht dass ich das zuvor nicht schon gewusst hätte, aber eine Bestätigung von außen war trotzdem nicht schlecht.
Besucht vielleicht auch das Arbeitsamt. Sprecht mit Experten, Berufsberatern! Macht Eignungstests! Sie sind vom Fach und können bestimmt besser beurteilen, was euch wirklich liegen könnte.

5. Sucht nach Alternativen!
Verhindert ein zu hoher Numerus Clausus, dass ihr eurer Wunschstudium aufnehmen könnt? Könnt ihr euch auch vielleicht ein Studium in eurer Wunschstadt nicht leisten? Nicht gleich den Kopf in den Sand stecken. Es ergeben sich immer Alternativen. Ob andere ähnliche Studiengänge, andere schöne Städte und Unis. Vielleicht sogar ein anderes Land.
Eine Freundin von mir wollte z.B. immer unbedingt Psychologie studieren, der hohe NC hat ihr aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb hat sie sich einfach in Österreich beworben, denn Test absolviert und siehe da - nun studiert sie Psychologie in der Alpenrepublik.

6. Informiert euch rechtzeitig!
Ihr könnt nie zu früh damit beginnen, Informationen einzuholen. Für ein duales Studium müsst ihr euch beispielsweise meist schon ein Jahr vor Studienbeginn bewerben. Ebenso für Ausbildungsstellen. Verpasst nicht die Bewerbungsfristen der Unis und erst recht nicht die Immatrikulationsfristen. Informiert euch, ob ein Vorpraktikum benötigt wird. Nicht, dass es dann daran scheitert. Es ist besser zu gut informiert zu sein, also zu wenig.


Zusammenfassend möchte ich euch noch sagen, dass ihr euch nicht zu sehr stressen solltet. Geht entspannt an die ganze Sache heran und durchdenkt alles gut. Letztendlich wird jeder von euch seinen Weg finden. So war es schon immer und so wird es auch immer sein.
Viel Glück!

Bildquelle: weheartit

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