14 November 2015

#prayforparis

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Es tut mir leid, dass es die letzen Wochen ziemlich ruhig hier auf Uferlos war. Ich hatte sowohl zuhause als auch in der Uni ziemlichen Stress. Die Leistungsnachweise stehen kurz bevor und diese muss ich unbedingt bestehen, denn sonst kann ich nicht an den dazugehörigen Prüfungen teilnehmen.
Ein Ingenier-Studium erledigt sich eben nicht von allein.
Jetzt aber zum eigentlichen Thema.

Den gestrigen Abend habe ich zuhause verbracht. Ich habe zusammen mit meiner Mutter Wraps zubereitet, Wer wird Millionär geguckt und ein bisschen gelernt. Letztendlich bin ich aber nach dieser anstrengenden Woche todmüde ins Bett gefallen und sofort eingeschlafen.Als dann heute morgen der Wecker klingelte, brauchte ich erst ein paar Minuten, um wach zu werden. Noch halb im Schlaf habe ich nach meinem Handy gegriffen und durch meinen Facebook-Feed gescrollt. Zuerst war ich einfach nur verwirrt. Hatte ich etwas verpasst? Hellwach sprang ich auf und machte mich auf die Suche nach emien Eltern. Ich fragte sie, was in Paris passiert war. Sie konnte mir keine genaue Antwort geben, nur dass es zu Explosionen im Zusammenhang mit dem Freundschaftsspiel zwischen Frankreich und Deutschland gekommen war. Diese Informationen reichten mir aber nicht aus. Ich begann zu googlen, schaute TV-Berichte und hörte Radio, um möglich viel zu erfahren.
Und dann fühlte ich mich einfach nur noch leer. Mir wurde bewusst, wie unwichtig, geradezu lächerlich meine eigenen Probleme im Verlgeich zu den Verlusten  und der Trauer der betroffenen Menschen sind. Wie grausam ist diese Welt eigentlich? Wie rechfertigt eine Gruppe von Menschen dieses Leid, dass sie verursacht haben? Wieso müssen sie unbedingt unschuldige Personen in ihren eigenen Krieg hineinziehen? Ich verstehe es einfach nicht.
Ich muss ehrlich sein. Mir fehlen die Worte. Ich weiß nicht, was genau ich zu den gestrigen Ereignissen sagen soll. Es schmerzt einfach nur, daran zu denken. Diese ganze Situation wirkt, als wäre sie so weit entfernt von uns, aber in Wahrheit ist all das viel näher, als man denkt. Inmitten der Flüchtlingskrise trifft uns diese Gewalt noch viel mehr. Aber man darf dabei nicht vergessen, dass all das nicht von den vielen Moslimen auf dieser Welt ausgeht. Viele zeigen sogar gerade ihre Verbundenheit und stellen klar, dass sie ebenfalls schwer betroffen sind. #NOTINMYNAME
Nur eine kleine Gruppe von Menschen ist verantwortlich für diese Grausamkeit. Und genau vor dieser Gruppe versuchen sich die vielen Flüchtling in Sicherheit zu bringen.

Friends from the world, thank you for #prayforparis, but we don't need more religion! Our faith goes to music! Kisses! Life! Champagne and Joy! #Paris is about Life

Ich finde, diese paar Sätze bringen es auf den Punkt. Man sieht, wohin uns all diese Diskussionen über Religion gebracht haben. Aber die Attentäter waren keinen Muslime. Sie waren Terroristen. Und es bringt weder den Betroffenen noch uns etwas, weiter über verschiedene Religionen und Herkunftsländer zu streiten. In dieser Zeit sollten wir einfach für einander da sein, uns unterstützen und so viel Liebe und Leben wie nur möglich verbreiten.

Ich wünsche den Angehörigen und Freunden der Toten alle Kraft, Liebe und Unterstützung, die sie in dieser schweren Zeit benötigen.


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